Goetter von IT-IZ


Italos In der griech. Sage Sohn des Telegonos und der Penelope.
Nach ihm soll Italien benannt sein.

Itar Babylon. (mesopotam.) Göttin. Tochter des Sin und der Ningal.

Ithamar
In der Bibel jüngster Sohn des Aaron. Wurde ein Hohepriester.

Ith Irische GÖTTIN
Die der Sage nach Irland kam, um den Streit zwischen drei Rivalen um die Königsherrschaft zu schlichten. Da sie ihren Auftrag nicht ausführte, weil sie sich ihm nicht gewachsen fühlte, wurde sie umgebracht.
Ihren Tod rächte BILE.

Ither In der kelt. (brit.) Sage ein Ritter der Tafelrunde.

Itys In der griech. Sage Sohn des Polytechnos und der Aëdon.
Er wurde aus Irrtum von seiner Mutter getötet.
In einer späteren Sage tötete ihn seine Mutter aus Rache und setzte ihn seinem Vater Polytechnos als Speise vor.
Itys In der griech.-röm. Sage Sohn des Tereus von Thrakien.
Er wurde von seiner Stiefmutter Prokne aus Rache, weil Tereus ihre Schwester Philomele entehrt hatte getötet und dem Vater zum Mahl vorgesetzt.

Itzamná "Haus des Tropfens". Schöpfer, Fruchtbarkeits- und Himmelsgott der Maya (Mesoamerika), dessen vier Aspekte den vier Himmelsrichtungen entsprechen. Schutzpatron der Dichtkunst und Musik.

Iuchar
In der kelt. (irisch) Sage Sohn des Tuireann und der Brigid.

Iucharba In der kelt. (irisch) Sage Sohn des Tuireann und der Brigid.

Iulos In der griech. Sage Sohn des Askanios.

Iuturna
In der griech. Sage eine Najade.
Schwester des Rutulerkönigs Turnus.

Indra Ind. {puran., brahman. u. ved. Hinduismus} höchster Gott und Gott des Sturmes und des Firmamentes. Herr des Regens und der Fruchtbarkeit. Steht and der Spitze der Devas und ist einer der zwölf Adityas. Sohn des Kashjapa und der Aditi und Gatte der Salschi. Hält in den Händen Blitz und Donner, welche seine Waffen sind. Reitet Airavata oder fährt auf einem Wagen, den sein Freund und Wagenlenker Matali leitet und den 1000 oder10000 Pferde ziehen. Er lebt in seinem Himmel auf dem Berg Mandara, wo in der Stadt Amaravati sein von Nandana umgebener prachtvoller Palast steht, umgeben von dienenden Geistern. Tötete Vritra.

Ischtar die Grosse Göttin des Alten Vorderen Orients
I. Teil: Der erotische Charakter der Göttin
"Gerühmt werde die Herrin der Weiber Sie,
die mit schwellender Kraft und Liebreiz angetan hat Fruchtbarkeit der Fülle,
verführerischen Reiz und Üppigkeit Honigsüß ist sie an ihren Lippen,
Leben ist ihr Mund prächtig ist sie, schön sind ihre Farben!"
Die Vorstellung von einer sinnenfreudigen, selbstbewußten, Liebesgöttin, die sich leichtherzig einen Mann nach dem anderen nimmt, ist in vielen frühen Hochkulturen heimisch. Wir finden sie bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien in der sumerischen Inanna, später in der semitischen Ischtar sowie in deren syrisch/palästinensischem Äquivalent, Astarte. Letztere wurde von den frühen Griechen unter dem Namen Aphrodite übernommen, und diese später mit der römischen Venus gleichgesetzt.
Über die Römer wurde die Göttin auch in den von ihnen besetzten Gebieten, so dem nördlichen Europa, bekannt. Dort identifizierte man die nordgermanische Göttin Freyia mit der Venus. Dies zeigt der aus ihrem Namen abgeleitete Wochentag Freitag, der eine sinngemäße Übersetzung des lateinischen dies Veneris ("Tag der Venus") ist. Es ist jedoch anzunehmen, daß die Gestalt der Freyia nicht erst durch den Kontakt mit der römischen Venus entstand, sondern auf eigene Traditionen zurückgeht.
Theoretisch besteht die Möglichkeit, daß die altorientalischen Göttergestalten aufgrund der indogermanischen Völkerwanderungen aus Asien nach Europa mit der nordischen Götterwelt verwandt sein könnten. Bekanntermaßen ließen sich im 2. und 1. Jahrtausend v. Chr. auf ihrem Weg in den Westen auch im Vorderen Orient, so in Anatolien und Iran, indogermanische Stämme nieder und hatten dort nachweislich Kontakt zu semitischen Stämmen und ihren religiösen Vorstellungen. Mangels schriftlicher Hinterlassenschaften muß es allerdings auch in diesem Fall reine Spekulation bleiben, wie weit diese Vorstellungen übernommen und weitergetragen wurden
Doch auch, wenn man daher gesunde Vorsicht walten läßt, bleibt es faszinierend zu beobachten, daß sich vergleichbare Vorstellungen von einer Großen Göttin, die Sinnlichkeit und Erotik mit kriegerischen Zügen verbindet, über geographische, zeitliche und kulturelle Grenzen hinweg immer wieder finden lassen.
Die älteste Namensform der Göttin Ischtar ist möglicherweise vorsumerisch und lautete Innin. Die im späten 4. Jt. v. Chr. in Südmesopotamien eingewanderten Sumerer, denen die Erfindung der Keilschrift nachgesagt wird, übernahmen den Namen der Großen Göttin in ihre eigene Sprache und deuteten ihn volksethymologisch als (N)in-an-na, "Herrin des Himmels". Daraus entstand die bekannte Namensform Inanna. Piktogramme auf archaischen Tontafeln weisen darauf hin, daß die Göttin wahrscheinlich schon zu diesem frühen Zeitpunkt mit dem Abend- und Morgenstern, der Venus, identifiziert wurde.
Die ein Jahrtausend später einwandernden Akkader, ein semitisches Volk, hatten die Vorstellung von einem männlichen Morgenstern Eschtar, dessen Name auf gemeinsemitisch Atschtar zurückgeht, sowie einem weiblichen Abendstern, Atschtarat. Als sie mit der sumerischen Inanna in Berührung kamen, identifizierten sie sie mit ihrem männlichen(!) Morgenstern. Trotz des männlichen Namens blieb Ischtar jedoch, wie bei den Sumerern, weiblichen Geschlechts. Die grammatisch weibliche Form, Atschtarat, findet sich wieder in Astarte, der syrisch/palästinensischen Ischtar.
Das Wesen der sumerischen Inanna ist gekennzeichnet durch die beiden gegensätzlichen Züge der Aggressivität und der Erotik. In einem sumerischen Gebet heißt es, Inanna habe ihre zerstörerischen Impulse bereits "vom Leibe der Mutter an" besessen. Es trifft also nicht zu, daß der ambivalente Charakter der Göttin erst dadurch entstand, daß die Züge der kriegerischen semitischen Ischtar mit den Eigenschaften der sumerischen Liebesgöttin Inanna verschmolzen.
In einem anderen sumerischen Hymnus heißt es über die gegensätzlichen Eigenschaften Inannas:

"Den Mann lasse ich für die Frau sich schmücken
Die Frau lasse ich für den Mann sich schmücken
Ich reize die Ehefrau gegen den Gatten auf
Ich verfeinde das Kind mit der Mutter
Schwarz mache ich zu Weiß
Weiß mache ich zu Schwarz
Zu der, die voller Lust ist, trete ich
Zu der, die ein Trauergewand trägt, trete ich."

Möglicherweise älter als die kriegerische Komponente - jedenfalls früher in den archäologischen Hinterlassenschaften fassbar - ist der erotische Aspekt der Göttin. Allerdings scheint auch hier bereits eine aggressive Komponente vorhanden gewesen zu sein, die sich jedoch auf die Sexualität beschränkte.
Jede steinzeitliche Kultur kennt den Archetypus der nackten, brüste stützenden Frau, so auch der Alte Orient. Die ältesten Figuren stammen dort aus dem 8. Jahrtausend, die jüngsten etwa aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Häufig sind die Frauen sehr füllig dargestellt, was wohl ihren fruchtbaren Aspekt betonen soll. Daneben ist jedoch auch ein schlankerer Typus belegt, dem man unterstellt, die erotische Komponente zu vertreten.
Einigen dieser Tonfiguren werden Feliden zugesellt. So wird die berühmte Große Göttin aus Catal Höyük (Anatolien) auf einem Pantherthron sitzend dargestellt. Zwischen ihren Beinen ist ein Kopf zu erkennen, bei dem die Gelehrten sich streiten, ob es sich um einen Totenschädel oder den Kopf eines gerade geborenen Kindes handelt. Beide Vermutungen bieten interessante Deutungsmöglichkeiten.
Eine andere Figur aus Catal Höyük trägt ein Pantherfell um die Schultern, zwei weitere halten einen Panther im Arm. Auch aus Hacilar (Anatolien) kennen wir eine nackte Frauengestalt mit einem Panther im Arm. Weibliche Sexualität wurde also vermutlich schon früh mit dem gegensätzlichen Wesen der Raubkatze - geschmeidig und erotisch in ihren Bewegungen, aber auch grausam und todbringend - in Verbindung gebracht. Möglicherweise spielte hierbei auch die Beobachtung des Sexualverhaltens der Katze eine Rolle: Charakteristisch ist, das sie sich zunächst auffordernd und verführerisch vor dem von ihr auserwählten Partner hin- und her windet, ihn jedoch unmittelbar nach Abschluss des Liebestreibens mit ausgefahrenen Krallen angreift und versucht, ihn ernsthaft zu verletzen.
Interessant ist, das die nackte Frau manchmal eine kleinere Figur umschlingt, die als ihr Liebhaber gedeutet wird. Da im Alten Orient das Prinzip der Bedeutungsperspektive galt, d.h. Hauptpersonen größer dargestellt wurden als Nebenfiguren, lässt sich aus diesen Zweiergruppen deutlich die Wichtigkeit der weiblichen Sexualität ableiten.
Manche Wissenschaftler wollen in solchen Darstellungen und dem mythologischen Motiv des von der Göttin "geschädigten Liebhabers" die Erinnerung an tatsächlich statt gefundene Ereignisse erkennen. Diese wären weit in die Vorzeit zurückzudatieren, im Neolithikum bereits überwunden und nur noch im religiösen Bereich erhalten. Unterstellt wird dabei das Urerlebnis von der Frau, die die jungen Männer aus anderen Familiengruppen wegfing und anschließend umbrachte. "Durch ihren Schock gruben sich diese Ereignisse so in die Vorstellungswelt ein, das sie zu numinösen Vorgängen erhöht wurden. Diese "heiligen" Vorgänge erforderten handelnde Wesen, die im Laufe der Zeit zu Göttern wurden." (W. Helck).
Das Gilgamesch-Epos, eine der berühmtesten Schöpfungen der mesopotamischen Literatur, widmet dem Motiv des von der Großen Göttin geschädigten Liebhabers einen längeren Abschnitt. Auf der sechsten Tafel wird beschrieben, wie Inanna Gilgamesch zu ihrem Geliebten machen möchte:
"Komm, Gilgamesch,
Du sollst mein Gatte sein!
Schenk mir Deine Fülle!
Du sollst mein Mann sein
Ich will Dein Weib sein!"

Gilgamesch lehnt das Angebot ab, weiß er doch, daß Inannas Liebhaber durch die Begegnung mit ihr meist zu Schaden kamen. Er nennt Inannas Gemahl Dumuzi, dem seither im Totenreich "Jahr um Jahr Weinen beschert" sei, und den von ihr verführten Gärtner Kullanu, der anschließend in eine Spinne verwandelt wurde. Doch auch die Zurückweisung der zweifelhaften Gunst Inannas kann Gilgamesch nicht vor der Göttin retten. Außer sich vor Zorn über die Demütigung unternimmt sie alle Anstrengungen, ihn zu töten.
Das Thema des "geschädigten Liebhabers" hat sich auch in den mythologischen Vorstellungen anderer Kulturen erhalten, beispielsweise im ägäischen oder indischen Raum. Ob es sich dabei tatsächlich um die Erinnerung an reale Ereignisse aus grauer Vorzeit handelt, muß allerdings völlig offen bleiben.
Es ist auch nicht erwiesen, daß es sich bei den neolithischen nackten Frauenfigürchen aus Anatolien bereis um Inanna/Ischtar handelt. Zumindest decken sie jedoch einen Bereich ab, der später Inanna und dem sie umgebenden Kreis niederer weiblicher Gottheiten zugeschrieben wird. Zudem werden auch Inanna bzw. Ischtar Raubkatzen, bevorzugt Löwen, als Attributivtiere zugesellt. Allerdings ist sie nicht die einzige Gottheit, die gemeinsam mit Löwen dargestellt wird. Vorsichtig formuliert wird man die nackten Tonfigurinen also dem Kreis um die "Große Göttin" oder auch dem "Ischtar-Kreis" zuordnen, ohne sie dabei mit Ischtar selbst identifizieren zu müssen.
In den schriftlichen Überlieferungen ist Ischtar unter ihrem Namen Inanna seit dem späten 3. Jt. v. Chr. belegt. Dort vertritt sie alle Bereiche der Sexualität. Dabei scheint weniger der Aspekt der Fruchtbarkeit im Vordergrund zu stehen als der des sexuellen Erlebnisses an sich.
So kann Inanna auch die einfache Prostituierte mit rein sexuellen Fähigkeiten vertreten - einen Bereich, der mit Fruchtbarkeit nichts zu tun hat. Es heißt:
"60 und 60 Männer befriedigten sich in ihrem Schoß
120 Männer konnten sie nicht ermüden."

Daß Inanna sich bei ihren sexuellen Aktivitäten als den dominanten oder zumindest aktiv mitbestimmenden Teil verstand, wird in allen Überlieferungen deutlich. Um so grausamer ist ihre Rache, als sie von dem Gärtner Schukaletuda eines Nachts im Schlaf vergewaltigt wird. Nachdem die Göttin am nächsten Morgen erwacht und den schändlichen Missbrauch realisiert, verfolgt sie nicht nur den Gärtner, sondern verhängt furchtbare Strafen, darunter wilde Stürme und eine Blutplage, über das gesamte Land.
Die Betonung des sexuellen Aspektes anstelle der Fruchtbarkeit ist möglicherweise eine vor patriarchalische Vorstellung. W. Helck bemerkt hierzu:
"Das "Fruchtbarkeit" Hauptzweck der Frau ist, und das ihr "Wert" sich allein aus der Zahl der von ihr geborenen Kinder ergibt, ist die Einstellung einer scharf patriarchalisch ausgerichteten Gesellschaft." In einer Gesellschaft, in der die Frau dem Mann nicht unterlegen ist, "ist nicht Fruchtbarkeit der Wunsch der Frau, sondern das Sexualleben."
Das in der Göttin Inanna dieses möglicherweise vorpatriarchalische Gedankengut noch sehr lebendig ist, zeigt sich deutlich daran, das in ihrer Abwesenheit jegliche sexuelle Aktivität im Lande zu existieren aufhört:

"Es bespringt der Bulle nicht mehr die Kuh
Und nicht der Esel die Eselin
Noch beschläft auf der Straße der Mann das Mädchen
Sondern der Mann legt sich nieder in seiner Kammer
Und die Frau liegt auf ihrer Seite."

Von Fruchtbarkeit ist auch hier nicht die Rede.
Es ist naheliegend, daß auch der Tempelkult für Inanna stark sexuell geprägt war. Berühmt-berüchtigt waren die als Prostituierte tätigen Priesterinnen, die Babylon die biblische Bezeichnung "Sündenbabel" eintrugen. Der einzige Unterschied zur gewöhnlichen Prostituierten bestand wohl darin, daß der Profit nicht der Frau, sondern der Gottheit zugute kam, d.h. der Versorgung des Tempelpersonals diente.
Herodot berichtet ferner von einem "gegen den Anstand verstoßenden" Brauch, nach dem sich jede Babylonierin einmal in ihrem Leben im Tempel gegen Bezahlung einem Mann hingab, um ihre Pflicht gegenüber der Göttin zu erfüllen.
In diesen stark erotisch gefärbten rituellen Handlungen zeigt sich, daß das alte Wissen um die Macht und Wirksamkeit der sexuellen Kraft noch immer sehr lebendig war. Gleichzeitig ist zu beachten, daß durchaus nicht jede weibliche Tempelangehörige eine Kultprostituierte war. Wahrscheinlich traf dies nur auf die Rangniedrigeren unter ihnen zu. Daneben gab es auch Priesterinnen, die ein normales Eheleben führten und Kinder bekommen durften (was anderen Priesterinnen wiederum trotz möglicher Ehe nicht gestattet war). Und man weiß von den besonders hochstehenden entum-Priesterinnen, meist Prinzessinnen, die in einer Art Kloster sexuell völlig enthaltsam lebten.
Aus den Textquellen wissen wir, daß auch im Alten Mesopotamien das Gewerbe der Prostitution als leicht anrüchig galt. Doch dank des Vorbildes der Göttin Inanna wurden sowohl die Kultprostituierte als auch die gewöhnliche Hure viel weniger verächtlich behandelt als in anderen Kulturen.
In diesem Zusammenhang muß noch auf den Kult der "Heiligen Hochzeit" hingwiesen werden, der deutlich von der Kultprostitution zu trennen ist. Das in seinen Detailfragen noch nicht restlos geklärte Ritual war rein religiöser Natur und diente nicht dem Profit des Tempels. Im Verlauf dieser Zeremonie gab sich die Hohepriesterin der Inanna dem regierenden Stadtfürsten hin. Dadurch wurde der Herrscher von göttlicher Seite für ein weiteres Jahr in seiner Regierung bestätigt, indem ihm Inanna - vertreten durch ihre Priesterin - ihre sexuelle Gunst erwies und nicht der Verdammnis preisgab.
Zurück zu führen ist dieses Ritual auf die mythische Hochzeit zwischen Inanna und dem Hirtenkönig Dumuzi - jenem Dumuzi, den sie später herzlos den Dämonen der Unterwelt ausliefern würde, um sich selbst zu retten. Die epischen Dichtungen um die Hochzeitsnacht des göttlichen Paares gehören zu den schönsten der altorientalischen Literatur. Es ist gut möglich, das ähnliche Verse zitiert wurden, wenn im Tempel der Ritus der "Heiligen Hochzeit" kultisch nachvollzogen wurde:
Inanna sprach:
"Mein Schoß, das Horn, das Boot des Himmels,
Es ist voller Begierde wie der junge Mond
Mein unbearbeiteter Acker, er liegt brach
Wer wird meinen Schoß pflügen?
Wer wird meinen Acker pflügen?
Wer wird meine feuchte Erde pflügen?"

Dumuzi antwortete:
"Hohe Frau,
der König wird deinen Schoß pflügen!
Ich, der König, werde deinen Schoß pflügen."

Inanna sang:
"Mach Deine Milch süß und dick, mein Bräutigam!
Mein Schafhirte, ich werde deine frische Milch trinken.
Wilder Stier Dumuzi, mache Deine Milch süß und dick!
Laß die Schafsmilch in meinen Pferch fließen,
Fülle mein heiliges Butterfaß mit süßer Sahne!
Dumuzi, ich werde deine süße Milch trinken!"

Dumuzi sprach:
"Meine Schwester!
Ich gehe mit Dir in meinen Garten,
Ich gehe mit dir in meinen Obstgarten
Dort pflanze ich die honigsüße Saat."

Inanna sang:
"Mein Hohepriester ist bereit
für die heiligen Lenden!
Die Pflanzen und Kräuter
in seinem Garten sind reif!
Dumuzi,
Deine Fülle ist meine Freude!"

Sie rief nach dem Bett
Sie rief nach dem Bett, das das Herz erfreut
Sie rief nach dem Bett, das die Lenden erfreut
Inanna rief nach dem Bett.

Sie rief dem König zu:
"Das Bett ist fertig!"

Sie rief ihrem Bräutigam zu:
"Das Bett wartet!"

Inanna sang:
"Er liebkoste meine Lenden
mit seinen schönen Händen
Der Schafhirte Dumuzi,
er füllte meinen Schoß
mit Sahne und Milch
Er liebkoste meine Scham,
er tränkte meinen Leib
Er legte seine Hand
in meinen heiligen Schoß
Er machte geschmeidig
mein schwarzes Boot mit süßer Sahne
Er belebte mein flaches Boot mit Milch
Er verwöhnte mich zärtlich auf dem Bett
Nun werde ich meinen Hohepriester
auf dem Bett verwöhnen
Werde liebkosen
den treu ergebenen Hirten Dumuzi
Werde liebkosen seine Lenden,
das Hirtentum des Landes
Ich werde ihm ein süßes Schicksal bereiten."

II. Teil:
Der kriegerische Charakter der Göttin
Neben ihren aggressiv-erotischen Aspekten weist die mesopotamische Göttin Ischtar auch einen ausgeprägt kriegerischen Zug auf. Es scheint, daß diese Eigenschaft im Verlauf der langen semitischen Herrschaft immer mehr Gewicht erhielt, wenn auch der erotische Aspekt nie ganz verloren ging.
Auch die syrischen Entsprechungen zur mesopotamischen Ischtar, Anat und Astarte, vereinten in sich sowohl kriegerische als auch erotische Eigenschaften. Daß die beiden Göttinnen mit Ischtar gleichzusetzen sind, ergibt sich unter anderem daraus, daß sie mit demselben Sumerogramm (Wortzeichen) geschrieben werden konnten, das auch für Ischtar steht. Daß sich die beiden gegensätzlichen Aspekte Liebe und Krieg auch bei Anat und Astarte nicht widersprachen, wird deutlich durch die Darstellung der nackten Göttin auf zahlreichen Plaketten aus Metall oder Elfenbein. Diese Plaketten fanden als Wangenstücke oder Nasenrükenschutz Verwendung beim Pferdezaumzeug, stehen also in einem eindeutig kriegerischen Zusammenhang. Auch auf Streitäxten findet sich dieses Motiv. - Erst bei den Griechen erfolgte eine Trennung der gegensätzlichen Charakterzüge in zwei Personen. So wurde aus Astarte Aphrodite, die Göttin der Liebe, und aus Anat die kriegerische Athene.
Als Kriegsgöttin wird Ischtar als wilde, grausame und ungestüme "Löwin" bezeichnet, ausgestattet mit einem "furchtbaren Gesicht" (gemeint ist hier natürlich furchterregend, würde diese Beschreibung doch sonst gar zu sehr mit ihren körperlichen Vorzügen als Liebesgöttin kollidieren). "Wie einem Drachen" ist ihr Zerstörungskraft gegeben, mit "schrecklichem Geschrei" stürzt sie sich auf ihre Feinde:
"Ich lasse regnen auf die Feinde
Einen Kampf wie einen Feuerstrahl
Ich durchschreite immer wieder den Himmel
Und stürze die Erde um
Dann vernichte ich den Rest der Ortschaften
Ich bin die kriegerischste aller Götter
Die die Ortschaften zerschlägt
Eines ehrfurchtgebietenden Glanzes bin ich voll."

Über die syrische Anat heißt es ebenfalls:
"Knietief watet sie im Blut der Kämpfer
Bis zur Hüfte in den Eingeweiden der Helden
Ihre Leber schwillt vor Lachen
Ihr Herz ist voller Freude
Die Leber der Anat jubelt
Denn sie watet knietief im Blut der Kämpfer."

Als einzige weibliche Gottheit kann die kriegerische Ischtar mit einem geschlitzten Gewand dargestellt werden, das ihr wie einem männlichen Krieger die notwendige Beinfreiheit beim Kampf gewährt. In Yazilikaya (Zentralanatolien) wird sie mit einer solchen Kriegstracht unter ihrem Namen Schauschga, "die Bewaffnete", als einzige Göttin unter die männlichen Gottheiten eingereiht. Gleichzeitig ist sie mit demselben Namen auch in der Reihe der weiblichen Gottheiten aufgeführt, dieses Mal in Frauenkleidung.
Dazu passt ein Gebet, das sie mit den Worten beschreibt: "Du ziehst das Kleid wie ein Mann an, und du ziehst das Kleid wie eine Frau an."
Gleiches gilt auch für die syrische Anat.
Anat: "Du Frau, die wie ein Mann ist, gekleidet wie ein Mann und gegürtet wie eine Frau."
Über Anat heißt es weiterhin: "Ich habe schon immer von Dir gewußt, oh Tochter, daß Du einem Manne gleichst. Denn keine unter den Göttinnen ist so anmaßend."
Aus Mari (Syrien) kennt man Weihinschriften, die sich auf Statuen der Ischtar USCH, d.h. die "mannhafte Ischtar" beziehen. In einer zweiten Textstelle wird eine Statue der Ischtar gar als "Goldbild eines stehenden Mannes" beschrieben. Es sei an dieser Stelle nochmals daran erinnert, daß auch der Name Ischtar vom Genus her männlich ist, obwohl ihn eine weibliche Gottheit trägt.
Aus den Schulterblättern der Göttin können Keulen, Sichelschwerter und andere Waffen wachsen. Ihr Gesicht hat sie dem Betrachter häufig en face entgegengewandt. Da im Alten Orient Götter sonst ausschließlich im Profil dargestellt werden, darf die ungewöhnliche Direktheit ihres Blickes sicher als Einschüchterungsversuch und Kampfansage verstanden werden.
Offenbar konnte die Göttin soviel Kampfbereitschaft und Zerstörungswut entwickeln, daß es selbst den übrigen Göttern etwas unheimlich wurde. In einer Götterversammlung, von der die epische Dichtung "Aguschaga" berichtet, wurde daher beschlossen, dem enfant terrible einen Widerpart in Gestalt eines schreckeinflößenden, ebenfalls weiblichen Wesens gegenüberzustellen. Sein Name war schaltum, das bedeutet "Zwietracht". Schaltum ist möglicherweise als Personifizierung des kämpferischen Aspektes der Ischtar zu verstehen. Die Göttin sah sich nun, wie in einem Spiegel, ihren eigenen furchterregenden Charaktereigenschaften gegenüber und bat, mit einem Mal viel freundlicher, die Götter darum, schaltum doch wieder "in ihr Loch zurückkehren zu lassen".
Zahlreiche Erzählungen verweisen neben dem kriegerischen Aspekt auch auf den machthungrigen Charakter der Göttin. In der Dichtung "Inanna und Enki" trinkt sie den Gott der Weisheit unter den Tisch und stiehlt ihm, als er seinen Rausch ausschläft, die me, Zeichen der Macht und der Zivilisation. Obwohl der betrogene Enki seinen Wesir, 50 Riesen, 50 Ozeangötter und zahlreiche andere Kreaturen hinter Inanna herhetzt, schafft er es nicht, die me zurückzugewinnen. Denn Inanna, mit den gestohlenen Zeichen der Macht ausgestattet, vermag diese immer wieder erfolgreich gegen ihre Verfolger einzusetzen.
Von der unersättlichen Machtgier der Göttin zeugt auch der bekannte Mythos von "Inannas Gang in die Unterwelt". Darin will sie ihren Machtbereich widerrechtlich auf das Totenreich ausdehnen, übernimmt sich in diesem Fall allerdings heftig. Vor dem ersten Tor zur Unterwelt bedroht sie den Pförtner mit den üblichen Worten:
"Wenn du mir das Tor nicht öffnest,
ich nicht eintreten kann
Zerschlag' ich den Türflügel,
zerbrech' ich den Riegel
Zerschlag' ich die Türwange,
heb' ich den Türflügel aus
Und führe hinauf die Toten,
daß sie die Lebenden fressen werden
Mehr als die Lebenden
werden die Toten sein."

Daraufhin läßt man Inanna scheinbar bereitwillig eintreten, jedoch indem man "gemäß der alten Regeln" mit ihr verfährt: An jedem der sieben Tore muß sie eines ihrer Herrschaftssymbole ablegen: am ersten Tor ihre Krone, am zweiten ihre Lapislazuli-Kette, am dritten eine weitere doppelreihige Perlenkette, am vierten ihre Brustplatte, am fünften einen Armreif, am sechsten Stab und Ring und am letzten Tor schließlich ihre königliche Robe. Mit erstaunlicher Gutgläubigkeit folgt sie den Anordnungen und steht nach sieben Toren schließlich nackt und ohne jedes Zeichen ihrer Macht vor Ereschkigal, der Göttin der Unterwelt.
Als diese ihre Schwester erblickt, richtet sie den "Blick des Todes" gegen sie. Inanna stirbt, und ihr Leichnam wird an einen Pflock gehängt.
Es existieren verschiedene Versionen darüber, wie es der Göttin mit Hilfe der Überredungskünste guter Götter- und Menschenfreunde gelingt, aus der Unterwelt ins Leben zurückkehren zu dürfen, damit auf der Erde die Sexualität wieder gewährleistet ist. Allen gemeinsam ist, daß sie eine Ersatzperson stellen muß, die an ihrer Stelle im Totenreich bleibt. Ihre Helfer in der Not mag sie nicht opfern, sich selbst auch nicht, und "so lieferte Inanna in ihrer Angst ihnen Dumuzi aus [...] Sie schaute ihn an mit dem Blick des Todes, sprach zu ihm das Wort des bösen Sinnes: 'Nehmt ihn als Ersatz für mich!'"
Doch auch nach dem Verschwinden des Dumuzi brachen die Menschen auf der Erde in Wehklagen aus, da die Fruchtbarkeit der Herden und der Pflanzen seinen Aufenthalt unter den Lebenden zumindest zeitweise verlangte. Seine Schwester Geschtinanna bot sich daraufhin ihrerseits als Ersatz für Dumuzi an und hielt sich, nachdem Ereschkigal ihre Zustimmung gegeben hatte, im halbjährigen Wechsel mit ihrem Bruder in der Unterwelt auf. Auf diese Weise war der Fortbestand der Fruchtbarkeit auf der Erde wieder gesichert.
Das nicht auszurottende Gerücht, Innana sei in die Unterwelt hinabgestiegen, um - ganz liebende Frau - ihren verstorbenen Gatten Dumuzi zu befreien, entstand aus dem Irrtum einiger Wissenschaftler, die zwei teilweise verwandte Erzählungen fälschlicherweise zu einem einzigen Mythos rekonstruierten.
In der Tat sind uns Fragmente einer Erzählung um "Dumuzis Tod" erhalten, in der dieser durch den Angriff einer gewissen Bilulu und ihres Sohnes zu Tode kommt. Dieser Dichtung werden einige Klagelieder zugewiesen, in denen die junge Inanna den Tod ihres geliebten Gatten beweint und seine Rückkehr aus der Unterwelt erfleht (allerdings nicht vor der Unterweltsgöttin Ereschkigal, sondern vor ihrem göttlichen Großvater, dem Luftgott Enlil).
Inhaltlich und formal deckt sich dieser Teil dieser Dichtung mit einem Passus des oben genannten Mythos "Inannas Gang in die Unterwelt": In beiden Erzählungen wird Dumuzis ungerechter Aufenthalt in der Unterwelt beklagt, bis auch er schließlich auf die Erde zurückkehren darf.
Derartige inhaltliche Übereinstimmungen sind ein Phänomen, das sich durch Mythen und Märchen aller Zeiten bis in unsere Gegenwart beobachten läßt: Geschichten werden immer wieder variiert, einzelne Passagen in andere Erzählungen eingefügt, weil sie dort gerade gut hineinpassen etc.
Der Abschnitt über den in der Unterwelt gefangengehaltenen Dumuzi ist nicht der einzige, der in "Inannas Gang in die Unterwelt" aus einer älteren Dichtung übernommen wurde. So findet die Beschreibung der Verhältnisse in der Unterwelt eine fast wörtliche Parallele auf der siebten Tafel des berühmten Gilgamesch-Epos. Wir sehen also: Die Babylonier und Assyrer bedienten sich freizügig und sicher absichtlich aus den verschiedensten traditionellen Töpfen, um eine neue Erzählung zu schaffen.
Ein Problem, das sich dem Wissenschaftler bei Jahrtausende alten Überresten häufig stellt, ist das ihres fragmentarischen Erhaltungszustandes. So fehlen uns von vielen Erzählungen der Anfang oder das Ende. Zudem stammen einzelne Fragmente desselben Mythos häufig von verschiedenen Orten oder gar aus verschiedenen Epochen und weichen daher in Details leicht voneinander ab.
Als die Keilschriftforscher nun auf diversen Tontafelfragmenten teils den Anfang, teils das Ende einer Erzählung um Inanna und ihren Gatten in der Unterwelt erkannten, die zudem in einer mittleren Passage übereinzustimmen schienen, setzten sie diese Fragmente hoffnungsfroh und falsch zu einer einzigen Dichtung zusammen. Daß es sich dabei um einen modern mix handelte, wurde spätestens deutlich, als man auf eine zusammmenhängende Überlieferung stieß, die über Inannas unedle Motive keinerlei Zweifel mehr ließ.
Dennoch halten sich bis heute außerhalb der Altorientalistik hartnäckig die Gerüchte um Inannas heroische Liebestat. Die Wegnahme der sieben Herrschaftszeichen, durch die Inanna trickreich überwältigt und um ihr Leben gebracht wurde, romantisierte man außerdem zum "Tanz mit den sieben Schleiern", mit dem die Göttin angeblich die Götter der Unterwelt becircte, ihr die Tore zu öffnen und ihren Gatten freizulassen. Das ist besonders haarsträubend, da von einem Tanz, gar mit sieben Schleiern, nicht mal auf dem allerwinzigsten erhaltenen Keilschriftfragment eine Spur erhalten ist.
Die Ignoranten gehen außerdem so weit, in dem von ihnen erfundenen Schleiertanz der Ischtar einen Vorläufer zur biblischen Salome zu erkennen. Diese forderte bekanntermaßen für ihren Tanz den Kopf Johannes des Täufers - und bekam ihn auch. Man konstruiert daraus gar wild einen Beweis für den inzwischen erfolgten Wechsel vom Matriarchat zum Patriarchat, in dem aus der "liebenden" Inanna die blutrünstige Salome geworden ist - eine wahre Kettenreaktion pseudowissenschaftlichen Unsinns.
Vergessen wird dabei, daß zur Zeit der Entstehung der Inanna/Ischtar-Mythen - die ältesten schriftlichen Überlieferungen stammen aus dem späten 3. Jt. v. Chr. - das Patriarchat im Alten Orient bereits seit langem Einzug gehalten hatte. Es handelt sich hierbei also erwiesenermaßen um patriarchalische Dichtungen (diese mögen auf ältere, eventuell vorpatriarchalische Mythen um die Große Göttin zurückgehen, die aber nicht schriftlich fixiert sind).
Allein in dem Umstand, daß Inanna schließlich tatsächlich nackt vor Ereschkigal, der Göttin der Unterwelt, steht, treffen Fakten und Fiktion wieder zusammen. Die Notwendigkeit, sich aller Kleidungsstücke und sonstiger Zeichen der Macht zu entledigen, läßt sich mit dem weit verbreiteten Ritual der kultischen Nacktheit vor einer Gottheit erklären (von dem Inanna offenbar noch nie etwas gehört hatte). Diese kultische Nacktheit galt als Symbol für Schutzlosigkeit, Demut und Unterwerfung vor der göttlichen Macht. Wie uns Inannas Schicksal lehrt, sollte man sich diese Schutzlosigkeit allerdings leisten können, da dunkle Motive und Machtmißbrauch äußerst unerfreuliche Folgen haben können. Es sei denn, wir besitzen einen Gatten, den wir an unserer Stelle opfern können (und wollen).
Literatur:
G. Colbow, Die kriegerische Ischtar. Zu den Erscheinungsformen bewaffneter Gottheiten zwischen der Mitte des 3. und der Mitte des 2. Jahrtausends = Münchner Vorderasiatische Studien, hrsg. von B. hrouda, Bd 8 (1991).
D. O. Edzard (Hrsg.), Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie, Bd. 5 (1976-1980) S. 74ff.
A. Falkenstein, Der sumerische und der akkadische Mythos von Inannas Gang zur Unterwelt, in: Festschrift Werner Caskel 1966, hrsg. von Erwin Gräf (1968) S. 97ff.
G. Farber-Flügge, Der Mythos "Inanna und Enki" unter besonderer Berücksichtigung der me. Studia Pohl 10 (1973).
H.W. Haussig (Hrsg.), Götter und Mythen im Vorderen Orient. Wörterbuch der Mythologie, Bd. 1 (1965) S. 81ff.
W. Helck, Betrachtungen zur Großen Göttin und den ihr verbundenen Gottheiten = Religion und Kultur der Alten Mittelmeerwelt in Parallelforschungen, Bd. 2, hrsg. von Carsten Colpe u. Heinrich Dörrie (1971).
J.B. Pritchard, The Ancient Near East in Pictures, Related to the Old Testament. 2nd Edition with Supplement (1969) S. 312ff.
U. Winter, Frau und Göttin. Exegetische Untersuchungen und ikonographische Studien zum weiblichen Gottesbild im Alten Israel und in dessen Umwelt (1983).
D. Wolkstein u. S. N. Kramer, Inanna. Queen of Heaven and Earth. Her Stories and Hymns from Sumer (1983).
S. N. Kramer, The Sacred Marriage Rite (1969).

Ivaldi In der altnord. Mythol. ein Zwerg. Vater der Iduna.
Ivaldi ist ein Zwerg, der in nordischen Sagen erwähnt wird. Er ist der Vater der Göttin Idun und einer der Dvergr. Er war in der Schmiedekunst bewandert und fertigte mit seinen Söhnen zusammen Freyrs Schiff Skidbladnir und Odins Speer Gungnir an.

Iwein In der kelt. (brit.) Sage ein Ritter der Tafelrunde.

Ivi-Apo
In der Mythol. auf Papua-Neuguinea einer der beiden ersten Menschen.
Ixcozauhqui Aztek. (mesoamerikan.) Feuer- und Himmelsgott.

Ixion In der griech.-röm. Sage Lapithenkönig in Thessalien.
Sohn des Phlegyas, des Antion oder auch des Ares, Gatte der Dia und Vater des Lapithenkönigs Peirithoos und des Kentauros.
Er versprach seinem Schwiegervater Deioneus reiche Brautgeschenke und stürzte diesen, der ihn zur Erfüllung seines Versprechens anhalten wollte, in eine mit feurigen Kohlen gefüllte Grube. Darum wird er von den Dichtern der erste Mörder genannt, der, wegen seiner Blutschuld mit Wahnsinn geschlagen, vergebens Götter und Menschen um Sühnung bittet, bis endlich Zeus selbst ihn vom Mord reinigt und ihn am eigenen Herd als Gast aufnimmt. Hier entbrannte er für Hera; von dieser getäuscht, umarmte er statt ihrer eine Wolke (Nephele), aus welcher Umarmung Kentauros entsprang. Zeus ließ ihn mit Schlangen an ein glühendes Rad fesseln, das im ewigen Wirbel um die Erde kreist. Erst von der späteren Sage wurde der auf das Rad geflochtene Ixion zu anderen Büßern in den Tartaros versetzt.

Iynx
In der griech. Sage Tochter des Pan und der Echo oder der Peitho. Dienerin der Io.
Sie wurde von Hera in einen Wendehals verwandelt, da sie Zeus zu dem Liebeshandel mit Io verführt hatte.
Nach dem Vorgange Iasons, der auf Aphrodites Rat Medeia dadurch für sich gewonnen haben sollte, dass er die Iynx mit Füßen und Flügeln auf ein vierspeichiges Rad band und dieses unter Ausprechung von Zauberformeln umdrehte, gebrauchte man diesen Vogel in der angegebenen Weise als Mittel, jemanden verliebt zu machen; daher der Vogel als Symbol für Liebesqualen galt

Izanagi Japan. (Shintoismus) Urgott. Bruder der Izanami und Vater der Amaterasu, des Tsuki-Yomi, des Susano-Wo, des Hi-No-Kagu-Tsuchi, des O-Yama-Tsu-Mi, des Kana-Yama-Biko, der Kana-Yama-Hime, der Hani-Yasu-Hime, der Mizu-Ha-No-Me und des Kagu-Tsuchi.

Izanami Japan. (Shintoismus) Schwester des Izanagi und Mutter des Tsuki-Yomi, des Susano-Wo, des Hi-No-Kagu-Tsuchi, des O-Yama-Tsu-Mi, des Kana-Yama-Biko, der Kana-Yama-Hime, der Hani-Yasu-Hime, der Mizu-Ha-No-Me, des Iku-Ikasuchi und des Kagu-Tsuchi.

Ized In der pers. Mythol. "verehrungswürdig". Gute Geister. Stehen im Dienste des Ahuramazda.


 

Marion Burke 10 2004 - 2016

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